Miele und Hettich zeigen Zukunftsstudie für multifunktionales Wohnen auf kleinem Raum

Zunehmende Wohnraumknappheit, insbesondere in urbanen Räumen, erfordert neue Ansätze für Lebensräume. Funktionen wie Arbeiten, Kochen und Essen finden nicht parallel, sondern nacheinander statt. Die Studie überträgt dieses Prinzip in ein Möbel, das unterschiedliche Nutzungsszenarien auf kompakter Fläche intelligent verbindet. „Wir sehen großes Potenzial darin, Räume nicht mehr statisch zu denken, sondern entlang der tatsächlichen Nutzung zu organisieren. Wenn Funktionen zeitlich aufeinander folgen, kann ein Möbel diese Dynamik aufnehmen und so auf gleicher Fläche deutlich mehr Nutzwert schaffen“, erklärt Daniel Rehage, Innovationsmanager bei Hettich.
Bewegung als Prinzip: Beschlagtechnologie für adaptive Raumnutzung
Das Exponat besteht aus zwei Hochschrankelementen mit integrierten Küchengeräten sowie einer vorgelagerten, höhenverstellbaren Arbeits- und Tischfläche. Die Geräte sind in bewegliche Möbelelemente integriert und werden je nach Nutzung sichtbar oder vollständig verborgen.
Die technologische Grundlage bilden Beschlaglösungen von Hettich: das Dreh-Schwenk-System FurnSpin – erstmals in dieser Anwendung elektrifiziert –, elektrisch angetriebene Schubkästen sowie das Hubsäulensystem LegaDrive.
FurnSpin ermöglicht die Drehung kompletter Möbelelemente um ihre eigene Achse. Geräte wie Backofen, Kaffeemaschine oder Dampfgarschublade bewegen sich gezielt nach vorne und verschwinden bei Nichtgebrauch wieder im Möbel. Dadurch entsteht in Sekundenschnelle ein Wechsel zwischen offener Funktionszone und geschlossener Front.
Elektrisch angetriebene AvanTech YOU „Illumination“ Schubkästen öffnen sich synchron zur Nutzung und geben den Zugriff auf Stauraum frei.
Das elektromotorische Hubsäulensystem LegaDrive ermöglicht eine stufenlose Höhenverstellung der Arbeitsfläche auf Knopfdruck.
Die Elektrifizierung des FurnSpin und des Schubkastensystems basiert auf einem neuen Antriebskonzept, das Hettich erstmals 2025 auf der Interzum als Konzeptstudie vorgestellt hat.
Ein Möbel, drei Nutzungsszenarien: Arbeiten, Kochen, Essen
In der Arbeitssituation befindet sich die Tischfläche auf Sitzhöhe und bietet einen aufgeräumten Arbeitsbereich, während ausgewählte Funktionen – wie etwa die Kaffeemaschine – zugänglich sind.
Mit dem Wechsel in den Kochmodus fährt die Arbeitsfläche auf eine ergonomische Höhe. FurnSpin sorgt für die Drehung der Geräte in den Raum. Schubkästen öffnen sich und geben den Zugriff auf Kochutensilien frei. So entsteht eine vollständig ausgestattete Kochumgebung. In der Essplatzsituation reduziert sich das Möbel auf eine klare, wohnliche Form: Geräte verschwinden aus dem Sichtfeld, die Fläche wird zum Esstisch. Die Steuerung erfolgt über vordefinierte Szenarien per App oder Funktaster.
Die Studie richtet sich an Architekten, Planer und die Möbelindustrie und liefert konkrete Impulse für die Diskussion über zukunftsfähige Konzepte für kompaktes Wohnen.
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