| Oliver Schael, federführend für dieses Projekt-Team, erinnert sich: Schlagartig hatten die sieben Studenten weiche Knie, als sie am 9. Mai auf der Interzum vor unserer beeindruckenden Architecture Lounge standen. Deutlich wahrnehmbar war der ständige Wechsel zwischen dem Stolz, gewonnen zu haben, und dem Lampenfieber, morgen vor internationalem Publikum den Preis 2007 entgegenzunehmen.
Alles hatte ein Jahr zuvor begonnen, als das Projekt I.D.A. 2007 gestartet wurde. Wir wollten dieses Mal einen echten Wettbewerb, der alle Hochschulen dieser Welt beteiligt, durchführen! Ein gemischtes Projektteam wurde gebildet. Alle Fehler der vorausgegangenen fünf Wettbewerbe wurden akribisch untersucht, durchleuchtet, gebündelt und konsequent mit Korrekturmaßnahmen beschrieben. Mit diesem Paket an Forderungen und einer angemessenen Kostenschätzung wurde der I.D.A. 2007 gestartet.
Durch einen gemeinsamen Abend konnten wir am 9. Mai die Spannung der Studenten lockern. Professoren erzählten uns von ihren Vorstellungen, von der Anreise und von kleineren und größeren Problemen. Sie lobten uns aber auch dafür, dass wir die Einzigen seien, die einen solchen Wettbewerb durchführen und für die faire und offene Art, wie wir mit den jungen Kreativen dieser Welt umgehen. Es war ein gelungener Abend, kochend, mit jungen weltoffenen und kreativen Menschen, mit den erfahrenen, aber nicht minder visionären Professoren und Juroren und mit dem Hettich-Rehau-Projektteam.
Zwei Wettbewerbe wurden ausgeschieden: Im ersten sollten sich die Teilnehmer über Möbelkonzepte unter Berücksichtigung ihrer speziellen Kulturen und Regionen Gedanken machen, der andere war beschlagsorieniert. Sie sollten sich kreativ auf die Neugestaltung von vorhandenen Beschlägen stürzen. Der Anreiz war groß genug, um diese Rekordzahl von Studentinnen und Studenten zu einer Teilnahme zu bewegen. Am 10. Mai um 16:00 Uhr war es soweit. Nach einer Rede von Angela Spitzig, Bürgermeisterin der Stadt Köln, einer Laudatio von Jan Hoet, Direktor des Museums MARTa Herford, den motivierenden Worten der Herren Riechers und Streefeld (Rehau), wurden die Studenten einzeln aufgerufen, um im Blitzlichtgewitter der Presse die Trophäe und die Ehre entgegenzunehmen. Die Anspannung bei den Studenten war so groß, dass hier und da dicke Tränen die Wangen herunter perlten, denn bis zur letzten Minute wurde die exakte Reihenfolge der Preisträger wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Die Professoren nahmen neben dem Pokal die Preisgelder für die Hochschulen in Höhe von insgesamt 25.000 d entgegen.
Etwa zwei Monate zuvor hatte sich das Projektteam mit den internationalen Juroren in Herford getroffen. Die gesamte Ausstellungsfläche des MARTa war voll mit Vorschlägen und Ideen aus aller Welt. Die Juroren hatten sich für jede Arbeit ausreichend Zeit genommen. Zwei ganze Tage wurde bewertet, diskutiert, sortiert und entschieden. Sogar das Abendessen musste herhalten für die Diskussionen zwischen den Juroren, um die Entscheidungen zu finden und am Ende waren noch 2 x 10 Gewinner übrig. Am Freitag den 11. Mai, nach der großen Preisverleihung, durften sich Studenten und Professoren sogar in das Goldene Buch der Stadt Köln eintragen. Der Oberbürgermeister der Stadt Köln, Fritz Schramma, Schirmherr unseres Design Award, nahm sich ausgiebig Zeit, um sein Engagement mit den Gewinnerstädten und mit den Studenten zu bekräftigen. Die Preisträger waren: Natalia Jakobiec aus Polen, Michael Kracik aus Polen, Barbora Markechowa aus der Slowakei, Matthias Hiller aus Halle, Henrike Gänß aus Halle, Tomasz Skrobol und Pavol Torma aus Polen. |