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Heute ist morgen schon gestern
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75 Jahre "in guten Möbeln zu Hause." Technik für Möbel ist mehr als sieben Jahrzehnte Kerngeschäft des international operierenden Unternehmens: Das Leistungsspektrum umfasst alle Produktions- und Logistikstufen von Konzept und Beratung über Entwicklung und Konstruktion bis zur Serienfertigung. Und nicht nur für Möbel. Auch bei "Weißer Ware", in der Automobilindustrie und in der Elektro- und Elektronikbranche steht der Name Hettich heute für Innovation, Qualität und Zuverlässigkeit.
Ein dreiviertel Jahrhundert konsequenter Unternehmensstrategie beinhaltet technisches Know-how, Produktqualität und Kreativität im sensiblen Zusammenspiel von Kunde, Markt und Zulieferer. Für Hettich ein Anlass, gemeinsam mit denen nach vorn zu schauen, die dazu beigetragen haben, dass sich die Unternehmensgruppe zu einem international anerkannten Zulieferer und Dienstleister der Möbelbranche entwickeln konnte.
Und darum geht es: vorausblickend Möglichkeiten auszuloten, Ziele zu formulieren, Zukunft aktiv zu gestalten. "Das Tun interessiert, das Getane nicht", formulierte schon Johann Wolfgang von Goethe. Also: Zukunft ist Herausforderung. Aufbauend auf der Vergangenheit, die sich in Akten stapelt. Reizvoll nachzulesen, um aus Erfahrungen Ziele abzuleiten.
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| Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens ist kein Zufall. Sie basiert von Beginn an auf klugen Entscheidungen, die sich wie Glieder einer Kette durch die Unternehmenschronik ziehen. Mit der Gründung der Paul Hettich GmbH im Jahre 1930 in Herford als Schwesterunternehmen des auf das Jahr 1888 zurückgehenden Stammhauses in Schramberg im Schwarzwald erkannten die Gründer - die Brüder Paul, August und Franz Hettich -, dass Ostwestfalen-Lippe trotz extrem schwieriger wirtschaftlicher Zeiten schon damals ein aufstrebendes Möbelzentrum war. Hinzu kam, dass August Hettich bereits 1928 die erste vollautomatische Stangenscharniermaschine konstruiert hatte, die den Technologievorsprung sicherte. Und genau mit diesen Stangenscharnieren eroberte Hettich die Möbelwelt. Diese Kreativität, die von Beginn an zum Unternehmenserfolg beitrug, prägen mehr denn je Gegenwart und Zukunft.
Dazu gehört, nicht mehr allein als Lieferant von Komponenten zu agieren, sondern in verstärktem Maße Entwicklungspartnerschaften mit den Kunden für Design, Produkt und Marketing aufzubauen und zu vertiefen. Daraus resultieren Systemlösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die den Gebrauchsnutzen für den Endverbraucher erhöhen.
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| Bei den Innovationen beschränken sich die Aktivitäten nicht nur auf technische Produktmerkmale, sondern auf künftige Wohnvisionen. Das viel beachtete Konzept "Küche 2010", inszenierte Möbelstudien sowie der bereits zum fünften Mal ausgeschriebene "International Design Award" für Möbel setzen Trendimpulse.
Richtungsweisend ist auch das gesamte Hettich-Team. 4.800 Mitarbeiter, wovon 1.800 außerhalb Deutschlands tätig sind, tragen durch ihr Engagement dazu bei, die Marktposition der Unternehmensgruppe national und international zu behaupten und langfristig strategisch auszubauen. Leistungsbereitschaft und fachliche Qualifikationen liefern dafür ebenso die Voraussetzung wie das Wissen darum, an zukunftsorientierten Produkten und Serviceleistungen mitzuarbeiten.
"Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen." Dieses Zitat von Antoine de Saint-Exupéry soll nicht nur als Resümee von 75 Jahren Hettich stehen, sondern gleichzeitig den Weg für eine weiterhin spannende Unternehmensentwicklung bereiten.
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| Die Chronik im Zeitraffer
Ende 2004 tätigte die Hettich Gruppe die größte Einzelinvestition in der bisherigen Firmengeschichte: Der Grundstein für ein neues Logistikzentrum wurde gelegt. Auch das Jahr 1930 begann mit großen Plänen. Die Paul Hettich GmbH wurde in Herford als Schwesterunternehmen des auf das Jahr 1888 zurückgehenden Stammhauses gegründet. Ein Team von sieben Mitarbeitern fertigte Stangenscharniere für die Möbelindustrie. Schwer und hochwertig aus Messing für Klaviere, Mittelklasse für Möbel und Mini für Zigarrenkisten. Das Programm erweiterte sich in den Folgejahren um Holzschrauben. Schrankrohre und Schrankverbinder.
1945 Der Wiederbeginn: Nach dem Krieg startet die Produktion mit 25 Mitarbeitern mit neuem Mut. 1953 Gemeinsam erwerben Hettich und der langjährige Prokurist Alfred Günter die Anteile der Firma ONI Metallwarenfabrik. Das Unternehmen produziert hochwertige Profilscharniere aus Messing und Leichtmetall. 1955 Eine Kernmannschaft hat sich formiert. 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter feiern das 25-jährige Bestehen. 1958 Gründung der Tochterfirma Kunststoff GmbH in Herford, die später unter dem Namen Robbi führender Lieferant bei Baumärkten wird. 1959 Die dritte Familiengeneration übernimmt die Geschäftsführung, der Anton Hettich vorsteht. Es erfolgt die beteiligungsmäßige Trennung vom Stammhaus im Schwarzwald. 1966 Kirchlengern wird neuer Hauptsitz der Paul Hettich GmbH & Co. KG. Auf 8.000 qm Hallenfläche läuft die Produktion an. 1968 Gemeinsam mit den Gesellschaftern Alfred Günter und dessen Sohn Hans-Dieter erwirbt Hettich die Franke GmbH & Co. KG in Weilstetten/Balingen. 70 Beschäftigte fertigen in diesem Unternehmen Bett-, Verbindungs- und Konstruktionsbeschläge. 1969 Hettich und ONI errichten ein Zweigwerk in Berlin, die heutige Hettich-Umformtechnik. 1971 Die Spritzgussfertigung in Frankenberg wird aufgenommen. 1972 Ein Brand zerstört die Produktionsanlagen der Kunststoff GmbH in Herford völlig. 1974 In Kirchlengern entstehen das Logistik- und Vertriebszentrum. 1976 In der Schweiz, in Schweden, Frankreich und in den USA werden die ersten Auslandsgesellschaften gegründet. Der Export erfolgt weltweit in über 80 Länder. 1977 Die Zierbeschläge fertigende August Strothmann GmbH & Co. KG in Rietberg wird übernommen. 1979 Hettich beteiligt sich an der Firma Richard Heinze in Herford, die später vollständig übernommen wird. Durch diese Verbindung entsteht auch eine Beteiligung an der spanischen OBE. 1980 50 Jahre Technik für Möbel: 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden beschäftigt. Die Verwaltungs- und Produktionsanlagen verteilen sich auf rund 60.000 qm. In Kirchlengern eröffnet Hettich das Beschlägecenter als ständige Ausstellung für die gesamte Unternehmensgruppe. 1986 Als Vertriebsgesellschaft für Handel und Handwerk wird die Hettich Beschläge GmbH & Co. gegründet. 1987 Zur Stärkung der internationalen Präsenz entstehen in Australien, Kanada, Neuseeland, Spanien und England weitere Vertriebsgesellschaften. 1991 Die Dachmarke Hettich International wird weltweit eingeführt. Die Gründung der japanischen Tochtergesellschaft signalisiert weitere Expansionsziele. 1992 Hettich konzentriert sich zunehmend auf seine Kernkompetenzen und verkauft den technischen Heinze-Spritzgussbetrieb sowie die Firma Koralle, die aus der ONI hervorgegangen war und Duschabtrennungen herstellt. 1994 Die tschechische Tochtergesellschaft Hettich CR k.s. erweitert das Netzwerk. Gleichzeitig startet die Produktion im neu errichteten Werk in Zdár nad Sázavou. 1995 Das Unternehmen erhält eine Holding-Struktur mit eigenständigen, dezentral operierenden Firmen. Die Hettich Mannschaft zählt jetzt weltweit schon über 4000 Mitarbeiter in 15 Ländern. Die Tochtergesellschaft Hettich Polska entsteht. In Italien verstärkt Hettich sein Engagement durch Gründung von Hettich Italia. Die heutige Hettich RUS startet mit der Produktion in Elektrogorsk. In Singapur und Korea etablieren sich Vertriebsbüros, die 2002 und 2003 in Tochtergesellschaften umgewandelt werden. 1996 Die brasilianische Plastipar Industria, heute Hettich do Brazil, in Curitiba kommt in die Hettich Gruppe. In China wird eine Produktionsstätte aufgebaut. Das in Moskau ins Leben gerufene Vertriebsbüro unterstützt die Fabrikation in Russland. 1998 Das slowakische Trencin wird Sitz der neuen Tochtergesellschaft Hettich SR s.r.o. 1999 In Shanghai geht die Vertriebsgesellschaft Hettich Hardware Accessories Co. Ltd. an den Start. 2000 70 Jahre nach Firmengründung überschreitet die Hettich Gruppe die DM-Umsatzmilliarde. Die Hettich India Ltd. startet ihre Vertriebsaktivitäten. 2001 Das neue Zentrum für Forschung & Entwicklung geht ans Netz. 2003 Aus "Do-It-Yourself" (vormals Robbi) und "Handel/Handwerk" (vormals Hettich Beschläge) wird die Hettich FurnTech GmbH & Co. KG mit gemeinsamem Service- und Logistikzentrum in Vlotho. Das neue Ausbildungszentrum in Kirchlengern wird eingeweiht. Die neue Fertigungshalle für das "InnoTech"-Schubkastensystem geht an den Start. Die Jahreszahlen markieren als Schlaglichter eine spannende Entwicklung. Sie setzen Spots auf Ereignisse, die die Erfolgsstory in Etappen teilt. Sie geben die Schlagzahl vor, um die Zukunft in ehrgeizige Ziele zu tranchieren.
Innovationen im Spiegel der Zeit
75 Jahre Hettich - das sind auch 75 Jahre Produkttradition. Das Produktspektrum umfasst im Jubiläumsjahr Scharniere, Auszugführungen, Schubkästen, Verbindungsbeschläge sowie Schrank- und Inneneinrichtungen bis hin zu komplexen Beschlagsystemen einschließlich Bettbeschlägen, Möbelgriffen und -knöpfen sowie Lichtsystemen. Dahinter stehen Know-how und Engagement von weltweit 4.800 Mitarbeitern. Mit Stangenscharnieren begann 1930 die Produktion in Herford. 1934 nahm das Unternehmen die Produktion von Holzschrauben auf. In den beiden darauf folgenden Jahren kamen Schrankrohre und -verbinder hinzu.
Die 50er Jahre - starke Verbindungen
Nach dem Wiederbeginn wurden 1950 Vari-Schienen in allen Variationen für die rationelle Büromöbelfertigung produziert. 1955 startete die Produktion von Verbindungsbeschlägen, die 1960 mit dem patentierten, aufliegend sichtbaren Trapezbeschlag neue Konstruktionsmaßstäbe setzte. Dieser Beschlag kam ohne Dübel aus und ersparte das zeitaufwendige Bohren von Dübellöchern. Die 60er Jahre - Topfscharniere verändern die Möbelwelt Zunächst führte 1960 eine verbesserte Bohrtechnik dazu, dass bündig einlassbare Verbindungsbeschläge wie der "Elite", der Vorläufer des heutigen Verbindungsbeschlages "Rastex", gefertigt wurden. 1963 erwarb Hettich die Lizenz des ersten, von Heinze entwickelten unsichtbaren Viergelenkscharniers mit 35er Topf. Damit wurden die Weichen für die weiteren Entwicklungsphasen der Scharniertechnik gestellt. Eingelenk- und Messingscharniere von ONI galten 1968 als perfekte Präzisionsteile. Mit 500 Einbohrbandtypen und über 10.000 Scharniervarianten war das Sortiment das größte Europas, wenn nicht sogar das weltweit größte Scharniersortiment. Die Geburtsstunde der Federmechanik bei Scharnieren läutete das Scharnier "ET 320" ein. Später wurde aus dieser Serie dann das erste Ganzmetallscharnier vorgestellt.
Die 70er Jahre - System 32 und die Quadro-Revolution
1970 stieg das Unternehmen in die Produktion von Kugelauszügen ein, die bis heute zu den Bestsellern gehören. Das von Hettich entwickelte System 32 führte ein Jahr später Lochreihe und Beschlag zu einer konstruktiven Einheit zusammen und revolutionierte damit als weltweit akzeptierter Standard Möbelkonstruktion und -produktion. 1975 begann die Entwicklung der "Quadro"-Auszugführung, die nach dem Prinzip des Kugellagers funktioniert. Das Quadroprinzip gilt heute weltweit als Qualitätsmaßstab in Küchen-, Wohn- und Büromöbeln, in Küchengeräten und Objekteinrichtungen. In das Jahr 1979 fiel die Geburtsstunde von "Systema", dem ersten organisierbaren Metallschubkasten für Büromöbel auf Basis des "Quadro". Daraus entwickelte sich bis heute eine komplexe Produktfamilie mit weltweiter Systemführerschaft.
Die 80er Jahre - Schieben und Falten im Trend
Für die industrielle Serienfertigung entwickelte Hettich 1980 den ersten dreitürigen Schiebetürbeschlag. 1985 begann die Schnellmontagetechnik für Scharniere - zunächst mit dem Scharnier "Euromat Top Safe". Die Schnellmontagetechnik revolutionierte die Montage vor Ort, da sich die Montagezeit drastisch reduzierte. Die Faltschiebetürbeschläge der "Wing Line"-Serie wurden 1989 zum Trendsetter für eine neue Generation von Schlafzimmerschränken.
Die 90er Jahre - Küchen im Fokus
Die erste faltbare Stahlzarge für Küchenschubkästen setzte 1991 neue Maßstäbe mit Blick auf Design und Montagetechnik. Bereits ein Jahr später leitete die Auszugführung "Quadro V6" als Vollauszug einen neuen Trend ein, der darin gipfelte, dass die Vollauszug-Technik heute zum Standard in der Küche gehört. Der Produktionsstart der richtungsweisenden Schnellmontage-Scharnierserie "Intermat" kennzeichnete das Jahr 1993. Im Folgejahr wurde die Produktion des ersten Ganzmetall-Schubkastens "QuickTech" für die Bereiche Küche und Bad gestartet. Bis heute gilt dieses System nicht nur wegen seiner Logistik- und Montagevorteile als unübertroffen, sondern auch wegen seines hohen Gebrauchsnutzens für den Endverbraucher. Der erfolgreichste mechanische Lattenrostversteller "Multiflex" ging ebenfalls 1994 in Serie. 1995 setzte die Markteinführung des doppelwandigen Schubkastensystems "InnoTech" Maßstäbe für die Innenorganisation der Küche. Zum System gehörte der erste steckbare Besteckeinsatz aus Stahl. Die Weiterentwicklungen in den Folgejahren brachten unter anderem den patentierten Großraumauszug hervor. Das Schubkastensystem "ComfortLine" wurde 1999 in den Markt eingeführt. Der Endverbraucher kann das System vielfältig kombinieren und nach eigenen ergonomischen Anforderungen organisieren. Das Küchenkonzept 2010 war zur Interzum 1999 viel beachtetes Messe-Highlight, das in der nationalen und internationalen Fachpresse ein überwältigendes Presseecho fand. Ausschlaggebend dafür war, dass sich das Konzept von tradierten Vorstellungen löste. Die Küche "Concept 2010" nahm den Rang einer logistischen Funktionseinheit ein. Damit verließ sie die bekannte Norm der aneinander gereihten Einbauelemente und war in jede Wohnumgebung zu integrieren. Ihre Funktion berücksichtigte die vier Hauptbereiche Umwelt, Komfort, Ergonomie und veränderte Wohnraumnutzung.
Auf der Schwelle zum 21. Jahrhundert
In das Jahr 2000 fiel die Entwicklung der ersten gedämpften Schubkastenführung "SoftFlow". Daraus entwickelte sich in den Folgejahren mit der "Silent System"-Technik ein übergreifendes Dämpfungssystem für Schubkästen, Scharniere, Falt- und Schiebetüren. Die Einführung des elektronischen Schließsystems "hettlock" markierte das Jahr 2002. Das komplexe Schließsystem berücksichtigt die spezifischen Sicherheitsbedingungen, die an Möbel im Büro- und Objektbereich gestellt werden. Es lässt sich darüber hinaus in das digitale Schließ- und Organisationssystem eines gesamten Gebäudekomplexes integrieren. Hettich Franke brachte im Jahr 2003 mit "mosys" sein erstes elektrisches Lattenrostverstellsystem auf den Markt. Das komplette System inklusive Antrieb kommt aus einer Hand. Die frei positionierbaren Antriebe gewährleisten gegenüber herkömmlichen Doppelantrieben mehr konstruktive Freiheit für die Rahmengestaltung von Betten. Die Hettich Gruppe bietet 75 Jahre Know-how und den Enthusiasmus der ersten Stunde. Auch die nächsten Dekaden werden davon bestimmt sein, einen Trend rechtzeitig zu wittern und einen Bedarf früh zu erkennen, um mit Entwicklern, Designern und Kunden impulsgebende Lösungen zur Serienreife zu führen.
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