Im Projekt Arbeitswelten 2030 werden erkenn- bare Trends und verfügbare Studien zusammenge- fasst, Zukunftsbilder von Arbeitsplätzen entworfen, eine Typisierung von Arbeitsplätzen vorgenommen, sowie Entwürfe von zukünftigen Arbeitsplätzen erstellt und Geschäftsideen und konkrete Projekt- vorschläge abgeleitet, erklärt Johannes Kurzknabe, Marketingreferent Offi ce bei Hettich, das Projekt- ziel. Neben einer Weiterentwicklung der heutigen Vorstellungen über Bürowelten der Zukunft geht es auch um Fragestellungen zur Aufl ösung und Neuausrichtung klassischer, gewerblicher Arbeits- plätze und -prozesse. Eine besondere Bedeutung wird den Menschen in ihren Arbeitssituationen und -beziehungen eingeräumt. Was sind die wichtigsten Treiber für die Veränderung der Arbeitsplätze? Wie Arbeitswelten 2030 Das Innovationsnetzwerk future_bizz hat sich intensiv mit der Frage, wie sich Arbeitswelten im Jahr 2030 gestalten werden, auseinandergesetzt. In einem Open Innovation Workshop wurden die Szenarien nun von Experten aus der Wirtschaft und Wissenschaft beurteilt. 22 fi ndet Arbeit statt? Wer ist der Arbeitnehmer der Zukunft? Dies sind zentrale Fragen des Netzwerk- projektes der Unternehmen Bayer Material Science, Hettich, Rehau, Swisscom AG und Vodafone. Für Hettich liegt das Hauptaugenmerk auf dem Thema Arbeitsplatz wobei dem Büroarbeitsplatz eine zen- trale Rolle zukommt, so Johannes Kurzknabe. Das Projekt folgt dem stringenten vierstufi gen future_bizz Prozess. Die erste Phase, Zukunftsbil- der und Umfeldanalyse, fand in einem zweitägigen Open Innovation Workshop mit etwa 30 Experten aus Industrie und Forschungseinrichtungen ihren Abschluss. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es wesentliche Änderungen bei dem Thema Arbeit und Mensch geben wird. Technik und sich wandelnde Arbeitsinhalte seien die ausschlaggebenden Fakto- ren. Von besonderer Bedeutung werde die Zusam- menarbeit in Projektgruppen über Medien als auch über persönliche Kontakte sein. Außerdem werden sich die Arbeitsumfelder in der Zukunft deutlich von herkömmlichen Konzepten unterscheiden. Bei der Frage nach zukünftigen Arbeitsumgebungen gingen die Meinungen der Experten auseinander. Von der Idee einer global einsetzbaren Lösung bis hin zum Ansatz der Spezialisierung von Arbeitsplätzen es gab eine rege Diskussion mit wertvollen Ansätzen. Die Segmentierung der Zukunftsmärkte erfolgt in der zweiten Phase des Projektes. Hier wird die Arbeitswelt in Bezug auf Arbeitnehmer, Unterneh- mensstrukturen und Arbeitsprozesse strukturiert sowie Werte, Kulturaspekte, alltägliche Situationen, Bedürfnisse, Anforderungen und Rahmenbedingun- gen durchdacht. Hett_Mag_ Ausg_1_2011_1904.indd 22 21.04.11 13:48