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Emotionale Intelligenz für Küchen -
Johnny Grey's Tour durch Australien


Zeig Emotionen und erschließe den Bedarf der Menschen - so lautete im Juni 2006 die Botschaft des Küchendesigners Johnny Grey. Der international renommierte Designer besuchte während seiner zweiwöchigen Australienreise Melbourne, Sidney, Brisbane, Adelaide und Perth und referierte vor mehr als 1.000 interessierten Zuhörern aus der Küchen- und Badbranche. Zuvor war er Hauptredner  bei der nationalen Küchen- und Bad-Konferenz in Auckland/Neuseeland.  

Initiator der Tour war Aidan Jury, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb von Hettich Australien. Mit dem australischen Elektroeinbaugeräte-Hersteller Fisher & Paykel und der Housing Industry Association (HIA) holte er sich zwei kompetente Partner mit ins Boot, die maßgeblich zum Erfolg der Tour beitrugen.

Den Grund, den renommierten Guru der Küchenplanung nach Australien einzuladen, fasst Jury so zusammen: "Wir wollten den australischen Architekten und Designern völlig andere und sehr spannende Ansätze für eine Küchenplanung bieten. Australische Designer sind ihrer Zeit voraus und probieren immer neue Dinge aus. Um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, muss man schon mehr tun, als neue Produkte in den Markt zu bringen."

In bis auf den letzten Platz besetzten Seminaren und Workshops präsentierte Johnny Grey den Branchenprofis sein Konzept. Er diskutierte mit den Teilnehmern ihre Ideen von Küchenplanungen. In den Abendveranstaltungen referierte er vor einem faszinierten Publikum über intelligentes und emotionales Design, mit dem  traditionelle und oft begrenzte Designkonzepte aufgebrochen werden können. Zum Motto der Tour "Design für gesellige Küchen und Zufluchtsorte" (Design for Sociable Kitchens and Sanctuary) lieferte Johnny Grey ein Feuerwerk an Ideen. Der traditionellen Arbeitsanordnung mit langen Arbeitsflächen setzt er verschiedene Arbeitszonen entgegen, die für  unterschiedliche Tätigkeiten in ergonomisch angepassten Höhen geplant sowie in unterschiedlichen Farben und Materialien ausgeführt werden. Greys Konzept der "weichen Geometrie" - lockere, gerundete  Formen, welche die natürlichen Wege des Raumes erschließen - fördern den natürlichen Arbeitsfluss und schaffen eine freundliche Atmosphäre. Dazu gehört die Planung der Küche um eine zentrale Insel, so dass das Blickfeld des Nutzers immer auf das Zentrum des Raumes und damit weg von den Wänden gerichtet ist. "Wo der Überblick und eine Wohlfühl-Atmosphäre geschaffen werden, ist der erste Schritt in Richtung einer geselligen Küche gemacht", so Johnny Grey. Für ihn dreht sich alles darum, emotionale Intelligenz in die Küchenplanung zu übersetzen.

Das positive Echo der teilnehmende Architekten und Designer während und nach der Tour war überwältigend. Die häufigsten Kommentare lobten Johnny Grey als progressiven, einzigartigen und talentierten Profi. Er habe mit seinen Präsentationen entscheidende Impulse für neue Ideen und Denkansätze gegeben.

Für Hettich gehört die Veranstaltung zu den Highlights im direkten Kontakt zu Architekten und Designern. "Es war eine spannende Herausforderung für alle Teilnehmer", sagt Aidan Jury. Und damit galt auch der letzte Applaus den drei Sponsoren der Tour, die nicht nur eine tolle Idee engagiert umgesetzt haben, sondern auch eindrucksvoll gezeigt haben, wie losgelöst von den Produkten imagefördernde Performance demonstriert werden kann.


Wer ist Johnny Grey

Johnny Grey gehört zu den einflussreichsten Küchendesignern in der westlichen Welt. Seine Ideen, die er auch  in zahlreichen Büchern - darunter das Standardwerk der Branche "The Art of Kitchen Design" - zum Ausdruck bringt, gelten als provozierend, herausfordernd und inspirierend. In seiner Jugend prägte ihn der Einfluss seiner Tante Elizabeth David. Die berühmte Kochbuchautorin plädiertere  für eine leichte, mediterrane Küche und beeinflusste ab 1950 die britische Küche entscheidend. "In der Küche meiner Tante gab es keine aneinander gereihten Arbeitsflächen oder Reihen eingebauter Wandschränken ... Trotzdem kochte sie großartig und wir nahmen in dieser Küche unglaublich gute Mahlzeiten zu uns." Diese Kindheitserfahrungen, die Johnny Grey die Küche als Zentrum eines  fröhlichen und schönen Familienlebens haben erleben lassen, sensibilisierten ihn für das Thema. "Ich habe die Küche niemals als Anhäufung von Schränken verstanden", so Johnny Grey.  

In den frühen 1970er Jahren studierte Johnny Grey Architektur und finanzierte sein Studium mit der Restaurierung antiker Möbel. In dieser Tätigkeit spiegelte sich seine Liebe zu Handwerklichkeit und Kreativität wider, die sich auch in seiner Designphilosophie niederschlägt. Schlüsselbegriffe dieser Philosophie sind emotionales, intelligentes Design, gesellige Küchen, weiche Geometrie, Materialmix und Licht. Dazu gehört, dass die Küchenplanung berücksichtigt, wie der Nutzer mit seiner Umgebung verbunden ist und was ihn  intuitiv anspricht.

Mit seinen Designschmieden in England und den USA gehört Johnny Grey zu den Vordenkern und Trendsettern in der Küchenszene. Für ihn ist die Küche weniger eine Zone der Speisenzubereitung als vielmehr das Zentrum des häuslichen Lebens. "Wir entwerfen keine Küchen, wir entwerfen Lebensräume, in denen wir kochen."

 



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